Pfarrpartnerschaft Enishke

Christen in Bedrängnis

hier finden Sie Berichte über unsere Pfarrpartnerschaft Enishke, die untersten Berichte über den Anfang und in den obersten Berichten die aktuellsten Informationen:


23.10.2018 Einladung zu einem orientalischen Abend:

Dienstag, 23.10.2018 um 19 Uhr
Pfarrsaal Ober St. Veit

Nachdem wir Ende Juni mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung die neue Pfarrpartnerschaft mit der Pfarre Enishke im Nordirak gestartet haben,
laden wir Sie jetzt herzlich ein zu einem

orientalischen Abend

Wir werden dort konkrete Informationen zu den geplanten Projekten präsentieren,
aber vor allem einen gemütlichen Abend mit köstlichem Essen und orientalischer Musik verbringen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und weitere Spenden!

Enishke Pfarrpartnerschaft
Konto der Pfarrcaritas:
ERSTE Bank AT48 2011 1837 7044 0900 / Kennwort: Enishke


Friedensgebet
Schwerpunkt Frieden im Irak und Pfarrpartnerschaft Enishke



Donnerstag, 13. September 2018 um 18:30 Uhr in der Taufkapelle


Email vom 20.Juli 2018

Dear Parish in Ober St.Veit,

Thank you so much for your answer. And I would like to give a lot of thanks to you and to your parish for your invitation to establish a parish-to-parish partnership between my parish in Enishke and yours in Ober St. Veit on 24th June. In the name of my community I give thanks to your parish members for their overwhelming interest. Thanks for the photos presentation. I prepare more photo about our activities and I will send it to you. The idea of the parish event in October is very nice. I appreciate it. It is a nice idea to be in touch between our young people and your young people.

I will write a report about life of our people in Enishke and other villages in which I priest also and about our activites. And also some details about our need in Enishke Parish. As soon as possible I will send it to you.

Best regards and wishes to you and to all parish partnership team Ober St. Veit
Abuna Samir


Bericht im Pfarrblatt 2018 /2

Neue Pfarrpartnerschaft im Irak

Der Nahe Osten gilt als Wiege des Christentums. Ausgehend von der christlichen Urgemeinde in Jerusalem sind die ersten Christengemeinden im Gebiet der heutigen Staaten Syrien, Jordanien und Irak entstanden. Mit der Ausbreitung des Islam ab dem 7. Jahrhundert wurden die Christen in diesen Gebieten immer mehr an den Rand gedrängt, konnten sich aber über die Jahrhunderte bis in die heuti­ge Zeit halten.

Die politischen Umstände der letzten Jahre haben das Leben der Chris­ten in dieser Gegend zunehmend erschwert. Sie sind in allen Ländern des Nahen Ostens mit Ausnahme des Libanon heute eine kleine Minderheit und sind seit dem Erstarken des poli­tischen Islam immer stärkeren Diskri­minierungen ausgesetzt. Schließlich waren Christen neben den Jesiden diejenigen, die wohl am meisten un­ter dem Terrorregime des IS leiden mussten und auch für die Zeit danach oft nur wenig Perspektive für den Fortbestand ihrer Gemeinden gese­hen haben.

Im Zuge der großen Flüchtlingswelle 2015 haben wir uns in Ober St. Veit daran beteiligt, Menschen aus die­sen Ländern, Christen und Muslime, bei uns aufzunehmen. Oft wird ange­sichts des dramatischen Flüchtlings­stroms auf das Schicksal von daheim Gebliebenen, von Christen in Be­drängnis, vergessen. Daher ist es uns im Rahmen der Pfarrcaritas ein be­sonderes Anliegen, dazu beizutragen, dass Christen in dieser Gegend, der Wiege des Christentums, bleiben und ihre christliche Kultur und auch die Sprache Jesu beibehalten können.

Mit Hilfe der Organisation „Initiative Christlicher Orient“ (ICO), die ihren Sitz in Linz hat, haben wir eine Pfarre im Norden des Irak, Enishke, ausge­wählt, um eine Pfarrpartnerschaft zu begründen.

Warum gerade Enishke? Das Dorf liegt in der Diözese Zakho-Do­huk-Amadiya im Nordirak im Gebiet der autonomen Kurdenregion. Dohuk ist der Sitz des Bischofs. Enishke ist ein rein christliches Dorf von chaldä­ischen mit Rom unierten Christen. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und andere Infrastruktur sind im nur 2 km benachbarten muslimischen Dorf. Viele Bewohner mussten vor dem IS fliehen, sind aber in den letzten Jah­ren wieder zurückgekehrt. Es haben darüber hinaus aber auch andere Christen, die aus IS-dominierten Ge­bieten geflohen sind, hier Aufnahme gefunden, eine große Herausforde­rung für die Bewohner von Enishke.

Es ist eine an sich funktionierende christliche Gemeinde. Christen wer­den im Kurdengebiet des Nordirak heute nicht im eigentlichen Sinn ver­folgt, sind aber generell im öffentli­chen Leben benachteiligt und werden kontrolliert. Die Pfarre Enishke ist so­mit sicher eine Gemeinde, auf die der Ausdruck „Christen in Bedrängnis“ zutrifft. Das Leben in der Gemeinde ist beispielgebend auch für andere christliche Gemeinden im Irak, doch darf Enishke nicht allein gelassen werden, wenn Christen in der Dias­pora auf Dauer Bestand haben sollen.

Enishke braucht zuallererst sichtba­re Solidarität. Die Menschen müssen spüren, dass Christen anderswo, zum Beispiel in Wien, Ober St. Veit, an ih­rem Schicksal teilhaben, sich für sie interessieren. Es geht darum, diese Christen zu ermutigen, ihr Christentum dort aufrecht zu erhalten und das Le­ben als Christen auch in einem mehr­heitlich muslimischen Land lebenswert zu gestalten.

Dazu ist ein reger Informationsaus­tausch geplant. Pfarrer Samir Yousif spricht und schreibt Englisch, daher ist eine Kommunikation mit ihm über Email, evtl. auch über Skype möglich und hat auch schon stattgefunden. Wir wollen uns gegenseitig informie­ren und, soweit es über die Distanz möglich ist, am Gemeindeleben des Pfarrpartners teilhaben.

Natürlich gibt es auch materielle Er­fordernisse, bei denen wir in Ober St. Veit, unsere neuen Partner unterstüt­zen können:

  • Stipendien für den Schulbesuch von Kindern der Pfarre nach der Pflicht­schule, da höhere Schulen im mehr als 50 km entfernten Dohuk besucht werden müssen und somit die Kos­ten für Internat und Schulgeld aufge­bracht werden müssen. Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft, gerade auch für eine diskriminierte Minderheit.
  • Hilfe für neu zugezogene Christen, da Enishke Anziehungspunkt für viele Christen ist, die aus ihren Heimatdör­fern aus anderen Gegenden des Irak wegziehen mussten.
  • Beitrag zur Renovierung der sehr baufälligen Kirche von Enishke.

Die Pfarrpartnerschaft mit Enishke wird eine Woche nach dem Vitusfest, am 24. Juni, nach der Messe um 10 Uhr vorgestellt. Wir werden die Mög­lichkeiten, mit Enishke in Kontakt zu treten, zum Beispiel die Jugend aus Ober St. Veit mit der Jugend aus Enis­hke, vorstellen und die notwendige finanzielle Unterstützung aufbereiten, sodass sich unsere gesamte Pfarr­gemeinde in diese Pfarrpartnerschaft einbringen kann.

Georg Bruckner


Die Kriege und Machtkämpfe haben auch den christlichen Gemeinden im Nahen Osten viel Leid zugefügt. Diese Menschen brauchen unsere Solidarität, unsere Unterstützung, unser Interesse!

Die Pfarre Ober St.Veit lud ein zur
Präsentation der neuen Pfarrpartnerschaft
mit der Pfarre Enishke im Nordirak
am Sonntag, 24.Juni 2018 um 11.00 Uhr im Pfarrsaal, Wolfrathplatz 1.

 Univ.Prof. Dr. Rudolf Prokschi

  • erzählte über die Situation der Christen im Irak
  • stellte die Initiative Christlicher Orient (ICO) vor, die unser Projektpartner ist

Die Pfarrpartnerschaft mit der Pfarre Enishke im kurdischen Teil des Nordirak ist das neue Caritasprojekt der Pfarre Ober St.Veit.
Nachdem wir zuletzt einen Schwerpunkt in der Flüchtlingshilfe gesetzt haben, wollen wir nun Solidarität mit Christen im Nahen Osten zeigen.

Enishke ist ein rein christliches Dorf von chaldäischen mit Rom unierten Christen. Viele Bewohner mussten vor dem IS fliehen, sind aber in den letzten Jahren wieder zurückgekehrt. Es haben darüber hinaus aber auch andere Christen, die aus IS-dominierten Gebieten geflohen sind, hier Aufnahme gefunden.

Enishke braucht zu allererst sichtbare Solidarität. Die Menschen sollen spüren, dass wir Christen in Wien, Ober St. Veit, an ihrem Schicksal teilhaben, uns für sie interessieren. Es geht darum, diese Christen zu ermutigen, ihr Christentum dort aufrecht zu erhalten und das Leben als Christen auch in einem mehrheitlich muslimischen Land lebenswert zu gestalten. Dazu ist ein reger Informationsaustausch geplant. Wir wollen uns gegenseitig informieren und, soweit es über die Distanz möglich ist, am Gemeindeleben des Pfarrpartners teilhaben. Darüber hinaus wollen wir die Pfarre natürlich auch finanziell unterstützen.

Alle Gruppen und Einzelpersonen in der Pfarre sind eingeladen und aufgerufen, sich an diesem Projekt zu beteiligen -mit Initiativen des Gebetes, des Informationsaustausches, einer Veranstaltung zur Spendensammlung, … usw.

Ziel ist eine mehrjährige Partnerschaft unserer beiden Pfarren!


Unser Caritaskoordinationsteam:

Ralf Becker, Irene Boberski, Georg Bruckner, Marianne Natlacen, Claudia Steinwendner

Bitte nehmen Sie persönlich oder über die Pfarrkanzlei mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen haben oder uns unterstützen wollen! Wir freuen uns auf dieses große Projekt!

Caritaskonto der Pfarre Ober St. Veit
bei der ERSTE Bank
AT48 2011 1837 7044 0900, Kennwort: „Enishke“