Ein Kurzfilmprojekt

Paulus - Ein Kurzfilmprojekt

Horror, Nachrichtenshow & Dichtkunst

Und dann war sie wieder da. Die Idee des Filmprojektes. Aus einer Erinnerung an meine eigene Jungscharzeit. Nur sind wir da leider über den Dreh der ersten Szenen nie hinausgekommen. Anfang März - viele Jahre später - war es dann so weit. In einer ersten Stunde wurden Konzepte entworfen. Spannende, wilde, verrückte, einfache und schwierige. 

Das Projekt "Paulus" hat in kürzester Zeit eine unglaubliche Dynamik entwickelt. Die Motivation aller Beteiligten war spürbar. Das Grundgerüst der Story wurde weiter und weiter ausgebaut. Erste Texte sind entstanden.

Gott hab auch mit mir Erbarmen.
Erlös nicht immer nur die Armen.
Befrei mich aus der großen Not.
Zieh los und schlag den Teufel tot. 

Ohne echte eigene Erfahrungen mit dem Medium Film war "Paulus" auch für mich ein großes Abenteuer. Von den ersten Drehs mit der Schachpartie über ständige Probleme mit dem Ton bis hin zum Schnitt und der Nachbearbeitung - Erfahrungen, die alle neu waren und die ich jederzeit wieder machen wollen würde. 

Alles braucht Zeit. Unzählige Stunden hat "Paulus" in Anspruch genommen. Verzweiflung und Freude liegen nahe beieinander. Leicht zu schneidende Szenen, die gelungene Bilder aneinanderreihen, sorgen für Vorfreude auf die Premiere, Schnitte, die sich aus dem vorhandenen Material kaum sauber realisieren lassen, bringen mich an den Rand des Wahnsinns. 

Und dann gibt es da ja noch den spielsüchtigen Tod. Eine tragische und zugleich witzige Figur. Aber wer hat denn schon einmal probiert, in Österreich eine Drehgenehmigung für einen Automaten zu bekommen?

Eine geglückte Premierenfeier

Irgendwann war es geschafft. Und am Tag der Premiere war die ganze Anspannung spürbar. In der ganzen Gruppe. Eine Anspannung, die es nicht einmal während langer Drehnachmittage gegeben hat. Ich bin unglaublich stolz auf meine Gruppe. Danke, dass ihr dieses Projekt möglich gemacht habt! 

Danke dir, Severin, für all deine Unterstützung in den Stunden während des Drehs, außerhalb der Stunden für die wirklich schwierigen Aufgaben und deine ungebrochene Motivation, dieses Projekt voranzutreiben, auch wenn du gewusst hast, dass du bei der Premiere und Feier nicht dabei sein kannst.

Danke meiner Familie für die fantastische Hilfe beim Buffet, die diesen Premierenabend zu dem gemacht haben, was er war. Danke allen Eltern, die uns nicht nur ihre Kinder Woche für Woche anvertrauen, sondern darüber hinaus bei Kostümbeschaffungen eine große Hilfe waren. 

"Paulus" ist für mich zu einem Synonym geworden, was Jungschararbeit ausmacht. Wo Gemeinde zur Gemeinschaft wird. Wo alle an einem Strang ziehen, um etwas zu schaffen, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Neue Erfahrungen, Spaß und ein Kurzfilm, auf den wir stolz sein dürfen. 

Paulus - ein Kurzfilm der Jungschar Ober St. Veit.

Christoph Büchel