Willkommen in Ober St. Veit!

Die Diözesanleitung hat rasch ganz im Sinn von Andreas Kaiser die Weichen für seine Nachfolge gestellt. Nachdem die Gemeinde den bisherigen Pfarrer mit Wehmut  verabschiedet hat, begrüßt sie mit Freude und Zuversicht die beiden Geistlichen, die nun die Geschicke der Pfarre übernehmen und sich hier mit kurzen Grußworten vorstellen.

 
Stefan Reuffurth

Liebe Pfarrmitglieder von Ober St. Veit,

ab dem 1. September 2022 darf ich Euer neuer Pfarrer sein und freue mich sehr darauf! Da ich auch weiterhin Pfarrer der Pfarren Unter St. Veit-Zum Guten Hirten und St. Hemma bleibe, wird mich Moritz Schönauer als Pfarrvikar bei der Leitung der Pfarre unterstützen. Während mein Wohnsitz in der Bossigasse bleibt, wird Moritz Schönauer im Pfarrhof von Ober St. Veit wohnen. Gerne nutze ich diese Gelegenheit um mich Euch kurz vorzustellen: Ich wurde 1967 in Hanau am Main/Deutschland geboren und bin 1989 nach Österreich gekommen. Das Studium der katholischen Fachtheologie habe ich in Wien und Boston/USA absolviert. Kardinal Schönborn hat mich 1999 in Loretto im Burgenland zum Priester geweiht, wo ich dann drei Jahre lang Kaplan war. Danach habe ich Moraltheologie an der päpstlichen Lateranuniversität in Rom studiert und 2005 das Lizenziat erworben. Im Herbst 2006 wurde ich zum Pfarrer der damaligen Pfarre Zum Guten Hirten ernannt und drei Jahre später zum Dechant von Hietzing, was ich bis heute bin. Acht Jahre lang war ich im Aufsichtsrat der St. Nikolausstiftung, fünf davon als Vorsitzender. Im Jahr 2015 wurde mir die Pfarre Unter St. Veit anvertraut und nur ein Jahr danach auch die Pfarre St. Hemma. Seit sechs Jahren leite ich also diese drei Gemeinden und demnächst auch Eure Pfarre Ober St. Veit. Pfarrer Andreas Kaiser war Euch in den letzten 13 Jahren ein hervorragender Pfarrer, der eine blühende Pfarre hinterlässt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar! Gemeinsam mit Pfarrvikar Moritz Schönauer, den Diakonen, dem PGR und VVR und den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, werden wir den guten Weg mit Euch weitergehen.

Herzliche Grüße, Gottes Segen und bis September,

Euer zukünftiger Pfarrer Stefan Reuffurth


Moritz Schönauer

Liebe Pfarrgemeinde von Ober St. Veit!

Als „ewiger Nachfolger“ von Andreas Kaiser möchte ich mich Ihnen gerne mit diesen Zeilen ein wenig vorstellen.
Ich wurde in Innsbruck geboren und bin dort auch aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss führte mich mein Weg zum Theologiestudium zuerst nach Wien und dann nach Rom, wo ich 2012 zum Priester geweiht wurde. Als Kaplan kam ich ins Weinviertel, in den Pfarrverband Zellerndorf, ehe mich 2016 der Ruf zum weiterführenden Studium, diesmal sollte es Kirchenrecht sein, ereilte. Deshalb verbrachte ich drei weitere Jahre in der Ewigen Stadt, um dort an der Päpstlichen Universität Gregoriana das Lizenziat im kanonischen Recht zu erwerben. Mit Juli 2019 wurde ich zum Diözesanrichter am Erzbischöflichen Metropolitan- und Diözesangericht Wien ernannt, gleichzeitig war ich von 2019 bis 2021 als Pfarrvikar in und rund um Hollabrunn und im vergangenen Arbeitsjahr als Pfarrvikar im Pfarrverband Sierndorf-Großmugl im Weinviertel tätig.

Zu meiner völligen Überraschung darf ich nun ab Herbst in den Pfarren Ober St. Veit und Unter St. Veit – zum guten Hirten tätig werden, gemeinsam mit Pfarrer Stefan Reuffurth. Ich bin schon freudig gespannt auf die ersten Begegnungen mit Ihnen und bitte Sie um Ihr Gebet.

Ihr Moritz Schönauer
Pfarrvikar


Aus dem Pfarrblatt 2022/01, Juli 2022

Vor 480 Jahren

Wir erhalten einen Pfarrer mit dem Vornamen Stefan und einen Pfarrvikar mit dem Familiennamen Schönauer. Es sei daran erinnert, dass am 1. Juni 1542 ein Mann namens Stefan Schönauer zum Pfarrer von St. Veit berufen wurde. Aus seiner Zeit liegt die älteste Kirchenrechnung der Pfarre vor (von 1553), es gibt auch Angaben zum damaligen Weinertrag und zum Einkommen des Pfarrers, aber auch über 200 Taler, die an dem „gar öden“ Pfarrhof verbaut wurden. Erhalten ist auch Schönauers Bitte um eine nicht zu harte Steuervorschreibung, „auff daß die arme Pfarr zur Erhaltung des Gottesdienstes und Administration der hochwürdigen Sakramente den armen Christen zu Guten, nit zu Boden gehe und in Armut komme, sondern länger erhalten bleibe“. Gottlob besteht die „arme Pfarr“ ein halbes Jahrtausend später noch immer!

Heiner Boberski, 
Quelle: Dr. Josef Kraft: Aus der Vergangenheit von Ober St. Veit, Wien 1952.